Nationalpark Cilento und Vallo di Diano

File 293Sicherlich, die Mehrheit der Urlauber lockt das Meer, die Sonne, die schönen Strände oder ein ausgiebiges Kulturprogramm nach Italien. Doch das Land auf der Apenninenhalbinsel hat darüber hinaus eine Fülle an spektakulären Natursehenswürdigkeiten zu bieten. Italien ist das ideale Urlaubsland zum Wandern, zum Spazierzugehen, zum Klettern oder zum Fahrradfahren. Viele Natururlauber zieht es im Frühjahr und in den Sommermonaten nach Elba, Sardinien oder in die Südtiroler Alpenwelt.

Doch auch der Süden Italiens besticht durch seine natürliche Schönheit!
File 197So etwa im Nationalpark Cilento und Vallo di Diano (ital. Parco Nazionale del Cilento e Vallo di Diano) in der Region Kampanien, der unmittelbar südlich der Großstadt Salerno beginnt und sich am Golf von Salerno hinunter bis nach Paestum, einer antiken Siedlung, zieht. Die Region wurde 1991 offiziell zum Nationalpark ernannt (heute der zweitgrößte Italiens) und bildet seit 1998 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Im Park finden sich über tausend geschützte Wildpflanzenarten und eine Fülle seltener Vogelarten. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass sich die Landschaft im Park sehr abwechslungsreich gestaltet. Steilküsten werden von kleinen Sandstränden unterbrochen und Olivenhaine durchziehen die mitunter dichtbewaldeten Bergflanken.
Wenngleich sich der Nationalpark im Sommer großer Beliebtheit bei italienischen Urlaubern erfreut, ist er bis dato vom pauschalisierten Massentourismus verschont geblieben. Sie haben also (noch) die einmalige Chance, die Natur Süditaliens hier von einer ursprünglichen Seite kennen zu lernen, ohne jedoch auf Infrastruktur verzichten zu müssen. Beispielsweise durchziehen Wander- und Fahrradwege den Park und auch Tauchen und Schnorcheln an der Küste sind durchaus möglich. Wenn Sie sich in den Nationalpark aufmachen, sollten Sie Paestum definitiv nicht links liegen lassen.

Die Ruinen von Paestum, die Sie ca. 100 Kilometer südlich von Neapel finden, gelten als das wichtigste Zeugnis griechischer Architektur auf italienischem Boden. Sie wurden erst Mitte des 18. Jahrhunderts zufällig wiederentdeckt. Seither werden immer wieder Teile der antiken Siedlung freigelegt. Besonders eindrucksvoll sind die griechischen Tempel (Basilika, Tempio di Nettuno, Tempio di Cerere) und das Forum. Ebenfalls sehenswert sind die kleinen Ortschaften Agropoli und Padula, mit ihren Sehenswürdigkeiten, sowie die Ruinen von Velia.