Land & Leute

Geografie 
 LageItalien liegt im Süden Europas zwischen dem 36° – 47° nördlicher Breite und 8° – 19° östlicher Länge, genauer gesagt auf der Apenninenhalbinsel. Dabei bilden die Alpen eine natürliche Grenze. Italien wird im Nordwesten, Norden und Nordosten durch Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien, sowie südlich der Landesgrenzen durch das Mittelmeer begrenzt. Die Meeresgrenze ist fünfmal so lang als die Festlandgrenzen. Innerhalb Italiens befinden sich zudem die beiden unabhängigen Republiken San Marino und Vatikanstadt. Bekannt ist Italien insbesondere durch seine Form, die an einen Frauenstiefel mit hohen Absätzen erinnert. Die maximale Nordsüdausdehnung beträgt ca. 1.200 km. An seiner breitesten Stelle ist das italienische Festland ca. 600km breit. Die Gesamtfläche des Landes beläuft sich auf ca. 301.300km². Neben dem Festland werden eine Reihe von Inseln wie Sizilien, Sardinien, Elba, Ischia und Capri zu Italien gezählt. Sizilien besitzt eine Fläche von ca. 25.000km², Sardinien in etwa 23.000km².
 KlimaGrundsätzlich gehört die Apenninenhalbinsel der gemäßigten Klimazone an. Gemeinhin heben ItalienurlauberInnen das mediterrane Klima als Highlight ihres Urlaubs hervor. Genau genommen besitzt Italien allerdings mehrere Klimabereiche: 1) die Alpenregion, 2) die Poebene und 3) Süditalien mit den italienischen Inseln. In der Alpenregion und den höheren Lagen der Apenninen findet sich ein südeuropäisches Gebirgsklima vor. Im Winter fallen die Temperaturen auf unter 0°C und es schneit. Strenge Winter und Minustemperaturen im zweistelligen Bereich sind keine Seltenheit. Im Sommer werden bis zu 30°C erreicht. In der Poebene fallen die Winter milder als im Gebirge aus. Dennoch können hohe Minusgrade erreicht werden. Die Sommer sind mitunter heiß. Im Süden Italiens, in etwa auf der Höhe von Rom, beginnt das eigentliche mediterrane Klima, mit milden Wintern mit viel Regen und bisweilen extrem heißen Sommern. Die optimale Reisezeit für Ihren Italienurlaub richtet sich nach Ihren Interessen: Für einen Strandurlaub sollten Sie im Hochsommer Italien besuche, Kulturbegeisterte und Aktive sollten sich im Frühjahr und Herbst nach Bella Italia aufmachen. Wintersportfreunde dementsprechend in den Monaten mit Schneefall. 
 Flora & FaunaAufgrund der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in Nord- und Süditalien unterscheiden sich auch die lokalen Ausprägungen in Flora und Fauna. In den Gebirgen und deren Ausläufern finden sich sommergrüne Laubwälder und Nadelwälder, sowie großflächige Weideflächen und Obstplantagen. Im südlichen Voralpengebiet gedeihen bereits Olivenbäume, Zypressen und auch Zitronen-, Orangen, und Mandelbäume und Wein finden sich hier. Die Poebene ist die Korn- und Getreidekammer (und mittlerweile auch Reiskammer) der Apenninenhalbinsel. In der Ebene dominieren Nutzpflanzen die örtliche Vegetation. In Süditalien wachsen in den Ausläufern der Apenninen Kastanien, Buchen und Kiefern, ansonsten wird die Flora durch eine mediterrane Vegetation (Steineichen, Olivenbäume, Zypressen, Lorbeer, Rosmarin und Wein) bestimmt. Auf Sardinien und Sizilien wachen Korkeichen, die dort als Nutzpflanzen kultiviert werden. An den Küsten Italiens existieren bis heute reiche Pinienbestände. Italiens Alpenfauna wird durch Kaninchen, Murmeltiere und andere Kleinsäuger dominiert. Rotwild, Gämsen und Steinböcke leben zumeist in geschützten Gebieten. Italien ist auch ein Vogelparadies, was daran liegt, dass die Zugvögel auf ihrer alljährlichen Nordsüdwanderung Italien überqueren. Zudem sind in Italien eine Vielzahl an Insekten und Amphibien heimisch. Zu den Süßwasserbewohnern gehören Forellen, Karpfen und Aale. Muscheln, Seeschnecken, Krebse, Langusten, Tintenfische und viele Fischarten bewohnen die küstennahen Gewässer des Mittelmeers.  
 Gebirge

Italien wird im Norden, im Nordwesten und im Nordosten durch die Alpen begrenzt. Zudem durchzieht eine Gebirgskette (Apennin) den Stiefel wie eine Art Rückgrat (oder Stiefelreisverschluss) von Nordwesten nach Südosten. Der höchste Berg Italiens ist der Monte Bianco (Mont Blanc) mit 4.800m, gefolgt von: Monte Rosa (4.630m),
Cervino (4.480m), Gran Paradiso (4.060m) und Pizzo Bernina (4.050 m). Der höchste Gipfel des Apennin ist der Corno Grande mit 2.900m. 

 Menschen 
 Bevölkerung60.484.000 (Stand 2010) 
 GemeindenDie fünf größten Gemeinden (Nach Einwohnerzahlen) in Italien sind: Rom (2.761.500), Mailand (1.324.000), Neapel (959.600), Turin (907.600) und Palermo (655.900) 
 MigrationIn Italien lebten 2011 ca. 4.7 Millionen gemeldete Ausländer, darunter ca. 40.000 Deutsche. Die größte Einwanderergruppe stellen Rumänen, gefolgt von Albanern, Marokkanern und Chinesen. Zwischen 1861 und den 1960er Jahren emigrierten ca. 25. Millionen Italiener nach Süd- und Nordamerika oder andere europäische Länder. Die größte italienische Diaspora findet sich in Argentinien, gefolgt von Deutschland und der Schweiz. Heute wandern insbesondere gut ausgebildete Arbeiter und Akademiker aus.  
 SprachenDie Amtssprache Italiens ist Italienisch. Zudem sind Deutsch und Ladinisch in Südtirol, Französisch im Aostatal und Slowenisch in der Region Friaul-Julisch Venetien als offizielle Amtssprachen anerkannt. Eine Reihe von Minderheitensprachen wie Albanisch, Furlan Katalanisch, Okzitanisch oder Sardisch werden ebenso gesprochen wie die Sprachen der Einwanderer (ins. Rumänisch oder Arabisch). Vielerorts  
 Religion

Mehr als 90 Prozent der Italiener sind Christen. Italien ist eine Hochburg des Katholizismus. Über 50 Millionen Italiener gehören der römisch-katholischen Kirche an. Daneben leben ca. 1 Million orthodoxe Christen (überwiegend Rumänen) und ca. 1. Million andere Christen im Land. Der Rest verteilt sich auf den Islam, den Hinduismus, den Buddhismus, Atheisten oder eine Reihe anderer Religionen. 

 

Regierung 
Offizieller NameRepublik Italien (Repubblica Italiana) 
StatusParlamentarische Republik (seit 1946)  
Politische InstitutionenItaliens Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenhaus und Senat). Italien ist darüber hinaus Mitglied in zahlreichen internationalen Organisationen und Vereinigungen wie der NATO, den Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Italien gliedert sich politisch in 20 Regionen (Regioni) und diese wiederum in 95 Provinzen. Die 20 Regionen sind: Abruzzen, Aostatal, Apullien, Basilikata, Emilia-Romagna, Friaul-Julisch-Venetien, Kalabrien, Kampanien, Latium, Ligurien, Lombardei, Marken, Molise, Piemont, Sardinien, Sizilien, Toskana, Trentino-Südtirol, Umbrien und Venetien.  
StaatsoberhauptPräsident Giorgio Napolitano (seit 2006)  
Regierungschef Ministerratspräsident Silvio Berlusconi (zuletzt seit 2008)  
Hymne

Fratelli d’Italia („Brüder Italiens“) 

 
Wirtschaft  
WirtschaftszweigeVenedig oder Genua waren im Mittelalter europaweit bekannte Handelsstätte. Bis zum Zweiten Weltkrieg war Italiens Wirtschaft überwiegend durch Agrarproduktion dominiert. Erst nach 1945 erfolgte der Wandel zur Industrienation. Signifikant ist das merkliche Nord-Süd-Gefälle der italienischen Wirtschaft. Wohingegen der Norden mit den führenden Industrienationen Europas vergleichbar ist, leidet der Süden Italiens (südlich von Rom) unter Strukturschwäche und einer hohen Arbeitslosigkeit. Italien gehört neben Frankreich zu den größten Weinexporteuren der Welt. Auch in der Olivenölproduktion ist Italien führend. Das Land besitzt außer einigen geringen Erdgas- und Erdölvorkommen keine eigenen Rohstoffe und ist auf Importe angewiesen. Neben der Maschinenbau- und der Elektroindustrie spielt gerade auch die Textilindustrie eine wesentliche Bedeutung für Italiens Wirtschaft.  
TourismusNoch in den 1970er Jahren war Italien das meistbesuchte Land Europas und bis heute ist Italien merklich durch die Einnahmen durch den Tourismus abhängig.   
Pro-Kopf-EinkommenStark schwankend, in Südtirol etwa 34.000€ per Jahr, in Sizilien oder anderen südlichen Regionen hingegen nur etwa 15.000€ per Jahr.   
   
Medien  
ZeitungenZu den großen und bekanntesten nationalen Tageszeitungen gehören: Il Corriere della Sera, La Repubblica, La Stampa, Metro, Il Manifesto, Il Fatto Quotidiano, L'Unità, Libero und Il Giornale. 
RadiosenderDie öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Radiotelevisione Italia (RAI) betreibt eine Reihe von Radiosendern, darüber hinaus gibt es eine Fülle an privaten und lokalen Sendeanstalten. Radio auf Deutsch bietet beispielsweise die Rundfunkanstalt Südtirol. 
FernsehenRadiotelevisione Italia (RAI) betreibt eine Reihe von öffentlich-rechtlichen Sendern. Daneben existieren zahlreiche Privatsender und es können internationale Sender empfangen werden.