Überblick über die Seen in Italien

Viele Urlauber verbinden mit Italien zunächst Sonne, Strand und Meer pur. Doch die Republik auf der Apenninenhalbinsel kann neben dem Meer auch mit einer Reihe schöner Binnengewässer aufwarten und – dies können wir Ihnen versprechen – jeder der italienischen Seen ist an sich schon einen Urlaub wert.
File 203Italiens größter und zugleich bekanntester See ist der Lago di Garda, hierzulande besser bekannt als der Gardasee. Er lockt aufgrund seiner grandiosen Lage, dem vorherrschenden milden mediterranen Klima und der üppigen Vegetation jedes Jahr unzählige Touristen über den Brennerpass in die Ausläufer der italienischen Alpen. Der See zeigt sich von zwei vollkommen unterschiedlichen Seiten. Im Norden wird er als schmales Gewässer von Steilhängen eingefasst. Diese verleihen dem Lago di Garda nicht nur ein bezauberndes Alpenpanorama, sondern machen ihn auch zu einem beliebten Ziel für Segler und Windsurfer. Im Süden weitet sich das Gewässer und der Lago di Garda öffnet sich der italienischen Po-Ebene. Besonders beliebt sind Seeumfahrten. Auf dem Weg passieren Sie eine Reihe wunderschöner Ortschaften, wie Bardolino, Malcesine, Limone oder Tremosine. Am Westufer entlang führt mit der Gardesana Occidentale eine der schönsten Panoramastraßen Europas.
File 242Der zweitbekannteste See Italiens ist der Lago Maggiore, dessen nördlicher Teil dem Schweizer Tessin zugerechnet wird. Viele Reisende machen einen Zwischenstopp in Ascona oder Logano, bevor sie nach Italien einreisen. Beliebt ist vor allem das Westufer des Sees. Im Übrigen ist der Lago Maggiore aufgrund des milden Klimas auch bei den Italienern selbst sehr beliebt. Entlang des Sees finden sich deshalb neben Hotels, Pensionen und Appartements viele Villen und Ferienhäuser von Einheimischen. Die Strände am Lago Maggiore sind sehr schön und weniger überlaufen, als am Gardasee. Der See ist zudem das inselreichste Binnengewässer Italiens. Zu den schönsten Inseln zählen die Borromäischen Inseln. Auf der Isola Bella existiert beispielsweise ein Barockgarten, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Auf der Isola Madre gibt es einen weiteren wunderschön angelegten Garten zu bewundern.

File 245Nur einige Kilometer westlich des Lago Maggiore liegt der kleine Lago d’Orta (Ortasee). Dieser hat sich bis heute eine gewisse Ursprünglichkeit bewahrt. Das Westufer zeigt sich wild und rau und ist durch schroffe Felsen gekennzeichnet. Das Ostufer hingegen wird durch eine sanfte Hügellandschaft geprägt. Im See liegt die gleichnamige kleine Insel San Giulio, auf der eine Kirche und eine Reihe schöner Gebäude zu bewundern sind.
File 272Zwischen dem Gardasee und dem Lago Maggiore liegen der Lago di Lugano (Luganersee) und der Lago di Como (Comersee). Der Lago di Lugano, benannt nach dem gleichnamigen Ort im Schweizer Tessin, ist der viertgrößte der oberitalienischen Seen. In Italien wird er auch als Ceresio („Das Horn“) bezeichnet. Der See ist gerade bei Natururlaubern sehr beliebt. Der Comersee ist, anders als der Gardasee oder der Lago Maggiore, fast ausschließlich von hohen Bergen umgeben. Das vorherrschende milde Klima, welches die charakteristische mediterrane Flora und Fauna ermöglicht, das Alpenpanorama und der See bilden eine einzigartige Komposition, die in Italien ihres gleichen sucht. Da verwundert es ein wenig, dass viele Urlauber den Comersee zumeist links liegen lassen. Entlang des Sees liegen schöne Ortschaften wie Como, Bellano und Menaggio.
Der Lago di Bolsena gehört nicht zu den oberitalienischen Seen sondern liegt zwischen der Toskana und Rom. Er ist einer der größten Vulkanseen Europas. Der See besticht durch seine Naturbelassenheit und dem sanften Fremdenverkehr, der hier sehr ernst genommen wird. Massentourismus, verbaute Ufer und Hotelburgen suchen Sie am Lago die Bolsena vergeblich.